Für saubere Luft in den Klassenzimmern

J. Kößler

06. November 2020

SPD-Kreistagsfraktion beantragt die zeitnahe Beschaffung von CO2-Messgeräten und Luftreinigungsgeräten für die Klassenzimmer in kreiseigenen Schulen

Aufgrund der kritischen Corona-Zahlen stehen besonders auch unsere Schulen vor großen Herausforderungen. So stellt der Präsenzunterricht mit seinen strengen Lüftungsregeln gerade auch in der kalten Jahreszeit sehr hohe Anforderungen an die Schulen.

Fachgerechtes Lüften und Tragen eines Mund-Nasenschutzes sind wichtige Bausteine beim Gesundheits- und Infektionsschutz. Die Innenraumlufthygiene-Kommission am Umweltbundesamt hat jedoch deutlich gemacht, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Innenräumen nur dann ausreichend wirksam ist, wenn gleichzeitig für einen angemessenen Luftaustausch über Fensterlüftung und entsprechende Lüftungstechnik gesorgt wird.

Eine Studie der Frankfurter Goethe-Universität führt aus, dass beispielsweise leistungsfähige Luftreinigungsgeräte mit einem HEPA-Filter die Menge an Aerosolen so stark reduzieren können, dass auch in einem geschlossenen Raum die Ansteckungsgefahr durch eine hochinfektiöse Person deutlich reduziert würde.

Die SPD-Fraktion beantragt deshalb, für die Klassenzimmer der kreiseigenen Schulen zeitnah ein CO²-Messgerät zur Verfügung zu stellen und weiterhin eine Prioritätenliste für den Einbau von Luftreinigungsgeräten in den Klassenzimmern zu erstellen.

„Wir wollen alles tun, um unsere Schulen zu unterstützen, den Unterricht in dieser schwierigen Zeit so gut wie möglich durchführen zu können und dabei Sicherheit und Gesundheit von Schülern und Lehrern zu schützen“, so Fraktionsvorsitzender Robert Finster.

Seine Stellvertreterin Margit Hofmann weist darauf hin, dass der Freistaat gerade ein Förderprogramm für Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsgerechten Lüften in Schulen aufgelegt hat. „Unser Landkreis sollte sich um diese Fördermittel bemühen, denn es werden bis zu 3500 € pro Klassenzimmer gefördert.“

Die SPD-Fraktion betont aber, dass technische Hilfsmittel das Problem nicht lösen, sondern nur erleichtern. „Ganz sicher können sie das Lüften nicht ersetzen“, ist Finsters Fazit.

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