SPD-Kreisparteitag in Mainstockheim

Heinz Galuschka überreicht stellvertetendem Landrat Robert Finster ein persönliches Dankeschreiben von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel

27. Oktober 2016

Tolle Reden - gute Wahlen!

Zum Kreisparteitag mit Neuwahlen des Vorstands hatte die SPD im Landkreis Kitzingen nach Mainstockheim geladen. 32 Delegierte aus 11 Ortsvereinen und viele Gäste sorgten im voll besetzten Sportheim für eine ausgezeichnete Stimmung und gute Wahlergebnisse und konnten kämpferische, selbstbewusste Reden ihres Kreisvorsitzenden Heinz Galuschka und des frisch gekürten Bundestagskandidaten Markus Hümpfer aus Schonungen verfolgen. Deren Reden waren mehrfach von Applaus unterbrochen.

Markus Hümpfer ging in seinem leidenschaftlichen Grußwort auf die vermeintliche politische Ohnmacht ein, die der Globalisierung zugeschrieben werde und der politischen Entwicklung abträglich sei.

Von der SPD würden die Menschen noch mehr als von anderen Parteien erwarten, dass sie für Gerechtigkeit sorge und im Zweifel immer auf ihrer Seite stünde. „Wenn Kinder von Armut bedroht sind, darf kein Koalitionsvertrag unterschrieben werden, der diesen Kindern nicht hilft. Wir können es uns nicht leisten, Kinder zurückzulassen – nicht moralisch und auch nicht ökonomisch“, so Hümpfer

Hümpfer forderte, dass Schluss sein müsse mit der Selbstentmachtung der Politik. „Die Menschen erwarten besonders von uns, von der Sozialdemokratie, dass sie sich gegen das Geld, gegen die Märkte und gegen den Zeitgeist stemmt, wenn es gilt, etwas für die Menschen zu tun. Die Menschen wollen eine SPD, die sich selbst wieder ermächtigt, gerechte Politik zu machen, wenn es sein muss auch gegen den Markt und gegen den vermeintlichen Zeitgeist.

Auch Heinz Galuschka griff in seinem Rechenschaftsbericht die allgemeine politische Lage auf und stellte erfreut fest, dass sich die politische Bilanz der SPD mehr als sehen lassen könne. „Wir sind der Garant für Stabilität, der politischen Ideen und vor allem deren Umsetzung!“ so Galuschka. Die SPD sei es gewesen, die sich dafür eingesetzt habe, dass die Kommunen und die vielen Ehrenamtlichen nicht länger im Regen stehen gelassen und mehr finanzielle Mittel bereitgestellt würden.

„Wir stehen für eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik. Das heißt: Solidarität, Menschlichkeit und Integration auf der einen Seite und eine gerechtere Verteilung in Europa auf der anderen Seite. Konkret geht es um mehr Geld für die Länder und Kommunen, mehr bezahlbare Wohnungen für alle, bessere Integration und schnellere Asylverfahren“, stellt Galuschka fest. Was dagegen die CSU als Mitglied dieser Bundesregierung treibe, sei absolut unverantwortlich und beschämend. „Wer nur im Sinn hat ständig zu nörgeln, die Menschen zu verunsichern und nichts mehr, aber auch gar nichts mehr Konstruktives zur Regierungsarbeit beizutragen hat, der soll doch die Regierung verlassen! Das einzige Projekt, das in den 4 Jahren von der CSU kam, war die unsinnige PKW Maut, und die ist schon im Vorfeld gescheitert!“

An die Katholische Kirche, die mittlerweile nicht mehr wisse, was sie wählen solle und sich mit einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten gewandt hätte, hatte Galuschka einen guten Rat parat: „Hier kann ich helfen. Eine Partei die sozialer und christlicher ist und vor allem Achtung vor der Menschenwürde hat, die gibt es: die SPD!“

Bevor die Partei einen neuen Vorstand wählte, galt es ein „Urgestein der Kitzinger Sozialdemokratie“ zu ehren. Robert Finster stellte sich als stellvertretender Kreisvorsitzender nicht mehr zur Wahl. Heinz Galuschka lobte seine außergewöhnlichen Verdienste auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen, die so auffallend seien, dass sie sogar nach Berlin vorgedrungen seien. SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel hat in einem persönlichen Brief Finsters Leistungen gewürdigt und ihm für sein großes Engagement gedankt. Heinz Galuschka freute sich sehr, Robert Finster, diese besondere Würdigung überreichen zu können. Finster, der als stellvertretender Landrat weiterhin aktiv im politischen Geschäft bleibt, sicherte auch künftig der SPD Kitzingen seine tatkräftige Unterstützung zu. Er blickte zurück auf die Jahrzehnte, in der er zusammen mit vielen anderen im Raum, Erfolge feiern, Misserfolge wegstecken und schöne Erlebnisse erfahren konnte. Er schloss mit den Worten „Liebe Genossen, dieses Wort kommt von „genießen“. Und ich habe die Zeit wirklich genossen!“

Die Neuwahlen zeigten ein Bild großer Geschlossenheit und Kontinuität in der Kitzinger SPD. Dazu lassen einige neue, junge Gesichter für die Zukunft hoffen. Der Marktbreiter Heinz Galuschka wurde mit 97% der Stimmen als Kreisvorsitzender bestätigt, seine Stellvertreter bleiben Astrid Glos aus Kitzingen und Gerhard Uhl aus Albertshofen. Neu hinzu kommen Eva-Maria Deppisch aus Dettelbach und Dr. Jürgen Kößler aus Iphofen. Die Kasse bleibt weiterhin in den bewährten Händen der Kitzingerin Marianne Greif.

Als Beisitzer wurden Julian Eibicht und Maria Söllner aus Volkach, Dr. Brigitte Endres-Paul und Gerald Möhrlein aus Kitzingen, Oskar Friedel aus Kleinlangheim, Günter Hendricks aus Dettelbach, Werner Hund aus Marktbreit, Hans-Dieter Kern aus Prichsenstadt und Markus Pusch aus Volkach wiedergewählt. Neu kommen dazu Anja Bachmann aus Mainbernheim, Sandra Malguth aus Kitzingen und Sigrid Plutz aus Marktbreit. Die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) wird wieder von Othmar Röhner aus Mainstockheim vertreten.

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