Unsere Anträge für einen besseren Radverkehr

SPD-KV Kitzingen

17. Februar 2020

Die SPD setzt auf den Ausbau des Radverkehrs im Landkreis Kitzingen. Daher hat die Kreistagsfraktion aktuelle Anträge in den Kreistag eingebracht:

Das Land Bayern gewährt in Verbindung mit dem
- Bayerischen Gemeindefinanzierungsgesetz und - dem Bayerischen Finanzausgleichgesetz
Zuwendungen für den Bau von Radwegen und Fahrradabstellplätzen.

Erhebliche Fördergelder für den Ausbau des Radwegenetzes werden in Aussicht gestellt (www.radverkehr.bayern.de/foerderung/index.php).

Der Bund fördert zusätzlich den Bau von Radschnellwegen nach § 5b Bundesfernstraßengesetz auf Grundlage der mit allen Bundesländern abgeschlossenen Verwaltungsvereinbarung.

Außerdem fördert der Bund im Rahmen der Klimaschutzrichtlinie des Bundesumweltministeriums Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs, darunter auch den Bau von Radwegen und die Errichtung von Fahrradabstellanlagen.

Von Seiten der SPD Kreistagsfraktion wurde schon mehrmals im Umweltausschuss mündlich ein Radschnellweg Kitzingen – Würzburg angesprochen. Durch die Klimaschutzrichtlinie und auch durch Aussagen der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung könnte sich ein Radschnellweg von Kitzingen nach Würzburg als realisierbar erweisen.

Die SPD Kreistagsfraktion stellt dazu folgende Anträge:

1. Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeit und die Realisierungschance eines Radschnellweges zwischen Kitzingen und Würzburg zu prüfen und mit dem Landkreis und der Stadt Würzburg entsprechende Verhandlungen zu führen.

Begründung: Wir haben bereits mehrfach diesen Radschnellweg angesprochen. Mit dem Beschluss, ein Verkehrskonzept mit einem Maßnahmenkatalog im ÖPNV zu erstellen, hat der Landkreis eine Trendwende in der Verkehrsplanung eingeleitet, mehr Öffentlichen Personennahverkehr zu fördern und Pkw-Individualverkehr zu reduzieren. Unser Bestreben muss es dabei auch sein, zusätzlich mehr Radverkehr zu ermöglichen.

Der Landkreis Kitzingen verfügt bereits über ein gutes Fahrradwegenetz, das jedoch vor allem aus touristischen Routen besteht. Um Pkw-Nutzer auf das Rad umzulenken und eine bessere Koppelung von Bus-Schiene-Rad zu erzielen, benötigen wir deutlich mehr Alltagsverkehrsverbindungen und auch E-Bike-Schnelltrassen.

Ein Fahrradschnellweg entlang der B8 von Kitzingen nach Würzburg wäre eine große Chance, den Radverkehr (Alltag, Beruf, Tourismus) zwischen den Lkr. Kitzingen und Würzburg mit schnellem Anschluss an die Stadt Würzburg auszubauen. Damit könnte auch der Pkw-Pendlerverkehr nach Würzburg reduziert werden. – Für unseren Landkreis – aber auch weit darüber hinaus – könnte dies ein Pilotprojekt werden.
Gleichlautende Anträge werden auch im Landkreis Würzburg und Stadt Würzburg von den SPD-Fraktionen eingereicht.

2. Antrag:
Im Rahmen eines Radverkehrskonzeptes wäre zu prüfen, welche der bereits vorhandenen Radwegeverbindungen auch für den Alltags- und Berufsverkehr tauglich sind. Wir denken hier vorrangig erst an eine Nord-Süd und Ost-West-Achse im Landkreis. – Viele Streckenabschnitte sind ja bereits vorhanden, z.B. durch den Mainradweg. - Zu prüfen wäre, welche Infrastrukturmaßnahmen notwendig sind, um hier Verbesserungen zu erreichen?

Noch vorhandene Lücken im Radwegnetz wie z.B. ein Radweg entlang der ST 2271, Kitzingen und der. ST 2260 Wiesentheid – Geesdorf – Geiselwind damit Anbindung Steigerwald sollten dabei in die Planungen mit einbezogen werden.

3. Antrag:
Wir beantragen, dass eine Webseite für Fahrradfahrer eingerichtet wird, die informiert über:
- touristische Routen und Radwegverbindungen des Alltags- und Berufsverkehrs.
- Auf- und Ausbau von E-Bike-konformen Abstellmöglichkeiten und Ladesäulen.
- Reparaturstellen.

4. Antrag:
Zusätzlich beantragen wir eine RadApp auf der Webseite, die es Radlern ermöglicht, schnell und unkompliziert Schäden und Verkehrsbehinderungen und -gefährdungen auf unseren Radwegen zu melden.

Robert Finster
Fraktionsvorsitzender

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